Turner-Kreuzfahrt mit HT1 zum Nordkap

Bericht nach der Kreuzfahrt:
Liebe Kreuzfahrt-Teilnehmer zum Nordkap,
werte Leser!
Als Organisator und Reisebegleiter dieser HT1-Seher-Kreuzfahrt ist es mir eine große Freude, nun den Kurzbericht über diese gemeinsam 12 erlebten Tage auf hoher See zu präsentieren. Mit dem ÖTB Neumarkter Turnverein auf hoher See – das war das Motto unserer Reise und wir haben unser Motto auch gelebt. Fast jeden Tage eine andere interessante Stadt, ein traumhaftes Wetter in der ganzen Woche, ein edles ****+Schiff mit ausgezeichnetem Service und viel Essen – das waren kurz gesagt jene Punkte, die wir gemeinsam Teilnehmern erleben durften.
Ich bedanke mich nochmals bei allen Teilnehmern für die Pünktlichkeit und die herzliche Kameradschaft, welche mir die Arbeit als Reisebegleiter sehr erleichtert hat. Ich bedanke mich auch beim Team von HT1, den beiden Geschäftsführern Gerald Schlager und Christian Höckner, für die wunderbare Zusammenarbeit vor, während und auch nach der Kreuzfahrt. Die Berichterstattung und vor allem der perfekte Film sind ein Zeugnis unserer guten Zusammenarbeit.

Übrigens: Alle Filme der HT1 Seher-Kreuzfahrt findet man auf www.ht1.at unter der Ruprik HT1-Reisen.

Euer Gerald Stutz
Bericht von HT1:
Von Hellesylt nach Geiranger
Bereits am ersten Tag auf See konnten sich alle Mitreisenden von vom Traumschiff Costa Pacifica – Das Schiff der Musik überzeugen. Das Schiff der Musik umfängt die Kreuzfahrer mit Ihren Klängen und begleitete Sie den gesamten Urlaub hindurch mit der Harmonie ihrer Melodien. An Board der Costa Pacifica erlebten die Gäste unvergessliche Augenblicke. Nach der Morgendämmerung steuerten die HT1 Kreuzfahrer die Insel von Breidsundet an, die den Eingangspunkt der Fjorde darstellt und die Reisenden nach Hellesylt und Geiranger führen wird. Während der Navigation, konnten auch die traumhaften Wasserfälle , die als „Sieben Schwestern“ bekannt sind, bewundert werden. Der erste Stopp führte die HT1 Truppe in den kleinen, aber bedeutenden Ort Hellesylt. Dort begann der Ausflug mit der Besichtigung der gleichnamigen Wasserfälle, die sich von hier in den Fjord ergiessen.
Durch die Grafschaften „Moere og Rosdal“ und „Sogno g Fjordane“ gelangen die Besucher zum tiefsten See Europas, dem Hornindal. Danach ging die Reise weiter zum Nordfjord, das sich bis nach Stryn, einem beliebten Touristenort erstreckt. Im wunderschönen Örtchen Oppstryn blieb auch Zeit das Nationalparkzentrum Jostedalsgletscher zu besuchen. Das Museum verfügt über ein Außengelände, das von einem Bach und einem See, dem Strynsvatn durch natürliche Grenzen abgegrenzt ist. Dort befindet sich ein botanischer Garten, in dem viele Pflanzen der Region zu sehen sind, darunter auch solche, die normalerweise nur in der Nähe von Gletschern wachsen und daher den meisten Menschen verborgen bleiben. Ebenfalls draußen ist eine Ausstellung über die verschiedenen Gesteinsarten die in der Stryn Kommune vorkommen. Besonders bemerkenswert: Die Beschriftung ist in fünf, teilweise sogar sieben verschiedenen Sprachen gehalten. Und das irgendwo in der norwegischen Pampa.
Im Innern des Museums gibt es eine Ausstellung zur Geschichte der Region, mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft. Daneben sind viele Tiere, die hier leben oder lebten, ausgestopft ausgestellt. Noch heute kommen z.B. manchmal Braunbären in die Täler der Stryn Kommune herab. Die Reise führte dann nach Djupvasshytta bis zum Aussichtspunkt Dalsnibba, 1500m über dem Meeresspiegel, der bei klarem Wetter einen unvergleichlichen Panoramablick bietet: Gletscher, schneebedeckte Berge, Seen und weit in der Ferne, ganz unten im Geirangerfjord, das Luxusschif Costa Pacifica. Die Rückfahrt führte über Djupvasshytta von wo aus die HT1 Kreuzfahrer, nach einem kurzen Aufenthalt in Flydalsjuvet, zum Schiff zurückkehrte.

Am vierten Tag der HT1 Seherkreuzfahrt lud das Nordmeer zur Entspannung an Bord ein. Durch die angenehme Reisebegleitung von Profi Gerald Stutz mussten sich die reiselustigen Oberösterreicher nur um die eigene Erholung kümmern. Weiter ging die Schiffsreise in Richtung Honningsvag in Gewässern mit einer durchschnittlichen Tiefe von ca. 350m. Nicht mehr viele Seemeilen entfernt war das Highlight der HT1 Schiffsreise, das Nordkap, der höchste Punkt des europäischen Breitengrades, erreicht.

Nordkap und Eisbar
Am fünften Tag der HT1 Seherkreuzfahrt war es soweit, dem Highlight auf das alle reiselustigen Oberösterreicher gewartet haben, wurde ungeduldig und voller Vorfreude in letzten kleinen Etappen entgegen gefahren. Nun war es soweit, es wurde erreicht, das Nordkap, das Jahr für Jahr das “Ziel der Ziele” von rund einer Viertelmillion Besuchern aus aller Welt ist. Die Gemeinde Nordkapp mit einer Fläche von 924 km2 liegt inmitten einer wunderschönen, aber auch kargen Natur an der äußersten nord-norwegischen Küste. Diese einzigartige Natur wird den Reisenden unvergesslich bleiben. Europas nördlichster Punkt, der Nordkappfelsen, ragt an dieser nördlichsten Stelle 308 m aus der Barentssee eindrucksvoll empor. Das Nordkapp war schon zu allen Zeiten ein wichtiges Seezeichen gewesen, aber auch ein großer Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt. Abgerundet wird der Besuch des Nordkapps mit einer Fahrt zu den kleinen Fischerdörfern, echten Erlebnissen auf See, der Safari zur Vogelinsel und einer Wanderung zum wirklich nördlichsten Punkt, „Knivskjellodden“, ergänzt durch viele weitere Aktivitäten auf dem 71. Breitengrad Nord. Der Globus 1978 errichtet hat sich über die Jahre hinweg zum bekanntesten Symbol des Nordkaps entwickelt. An ihm treffen sich Menschen aus aller Welt.
Bei atemberaubender Aussicht und viel Platz zum Entspannen konnte man das Leben „ins rechte Licht rücken“ und der ein oder andere ließ es sich nicht nehmen und feierte dieses Erlebnis mit Apropos genießen, wie sehr genießen die mitreisenden HT1 Seher, die perfekt durch die Reisewelt organisierte Kreuzfahrt? Bevor es wieder hieß Schiff ahoi, machten die HT1 Kreuzfahrer noch einen Stopp in die Artico Ice Bar. Bei der Bar handelt es sich um die am nördlichsten gelegene Eisbar der Welt. Die vollständig aus Eis gestaltete Artico Eisbar ließ die Besucher den nordnorwegischen Winter stilvoll erleben und bei einem Drink, die winterliche Atmosphäre und das kristallklare Eis der Arktis genießen. Nach der eisigen Kälte hieß es wieder: „Alle Mann an Bord“, bevor die Kreuzfahrer Grotnes ansteuerten, das den Anfang des Fjordes darstellt, über den Tromso erreicht wurde. Doch dazu Sehen sie mehr im nächsten Reisebeitrag der HT1 Seherkreuzfahrt 2012.

Tromso
Die Erkundigung der Stadt Tromso fand am sechsten Tag der HT1 Seherreise statt. In Tromso muss man sich einfach wohlfühlen- eine kleine Stadt mit viel Charme. Tromsøs zahlreiche Attraktionen bieten Geschichte, gewagte Architektur, freie Natur, Wissenschaft, Kultur und ein beeindruckendes Panorama, was auch die Reisenden genießen durfte. Per Seilbahn wurde die HT1-Reisewelt-Truppe in die Höhe transportiert, um von dort aus den perfekten Ausblick über Holzhäuser sowie das neoklassische Architekturerbe der Stadt und den umliegenden Fjorde zu genießen. Nach genießen des beeindruckenden Panoramas führte der Weg weiter auf die über einen Kilometer lange Tromso Brücke zur Eismeerkathedrale, dem Wahrzeichen Tromsos. An der Kathedrale angelangt, durfte die Reisegruppe das größte Glasmosaikfenster Europas bewundern. Das zentrale Motiv auf der 140m2 großen Fläche stellt die Wiederkehr Christi dar. Die 1965 erbaute Eismeerkathedrale fand jedoch seinerzeit nicht viel Anklang. Heute, andererseits, ist sie nicht mehr von den Wahrzeichen Tromsos wegzudenken. Farben und Form der Kathedrale symbolisieren die dunkle Jahreszeit und das Nordlicht. Aber Tromso hat noch einiges mehr zu bieten. Dies durfte auch die Reisegruppe erfahren, als es auf zu einem Besuch ins Tromso Museum ging. Das 1872 gegründete Tromsø Museum in der norwegischen Stadt Tromsø ist die älteste wissenschaftliche Institution im Norden Norwegens. Es gliedert sich in zwei Sektionen: eine für Naturwissenschaft und eine für Kulturwissenschaft. In ihnen werden in Sammlungen die Erforschung der Region der letzten hundert Jahre dokumentiert. Nach einem Ereignisvollen Tag an Land in Tromsö, ging es wieder an Board der Costa Pacificia, wo es hieß „Schiff Ahoi“ Richtung Leknes.

Leknes-Lofoten
Bei der HT1 Seherreise geht es dieses Mal weiter Richtung Leknes. Wie alle größeren Orte auf den Lofoten ist Leknes nicht besonders hübsch. Es ist Zentrum der Insel und Gemeinde Vestvågøy und ein wichtiger Flugplatz. Die Nachkriegsarchitektur ist ohne Charme, doch die Umgebung des Städtchens hat es in sich. Von Leknes aus fuhren die HT1 Reisenden auf der Hauptstraße in östlicher Richtung zunächst nach Henningsvaer, einem der hübschesten Fischerdörfer der Inseln vor einer malerischen Kulisse aus hohen Berggipfeln. Früher, auf dem Höhepunkt der Fischereiwirtschaft der Lofoten , hatten hier bis zum Jahr 1962 von –januar bis –april 6000 Fischer ihren Stützpunkt. Wegen des besonderen Lichts und der Schönheit der Natur haben diese Inseln auch Künstler angezogen. Vor dem eintreten wurden alle Kreuzfahrer in einen warmen Mantel gehüllt, damit sie sich die von Künstlern der ganzen Welt aus Eis geschaffenen Skulpturen anschauen konnten, die eindrucksvoll beleuchtet und mit Ton und Musik vorstellt wurden. Nach etwas Freizeit in Svolvaer kehrten die Reisenden auf derselben Strecke zurück und fuhren ins „Landesinnere“. Da die Bergkette der Lofoten einen natürlichen Wellenbrecher bildet, sind die Häfen der Ostseite der Inseln gut gegen das Meer geschützt und demzufolge von großer Bedeutung für die Bevölkerung dieser Region. Die letzte Etappe dieses Ausfluges an Land besteht in einem Fotostopp am Hagskaret Aussichtspunkt. Von hier aus konnte man sowohl in Richtung der Norwegischen Seen als auch zum Vestfjord und zum Festland schauen. Auch der malerischste Ausflug hat ein Ende, zurück an Board der Costa Pacifica steuerten die Kreuzfahrer mit einem südwestlichen Kurs Trondheim an.

Trondheim
Der achten Tag der HT1 Seherreise bringt uns nicht nur nach Trondheim, sondern auch viel Sonnenschein. Trondheim ist mit 176.348 Einwohnern nach Oslo und Bergen die drittgrößte Kommune des Landes. Gespannt waren die Reisenden auch auf das Sverresborg Freilichtmuseum. Das Freilichtmuseum hat über 60 Gebäude aus Trondheim und dem Gebiet Trøndelags. Das Museum liegt in naturschöner Umgebung – die Aussicht über die Stadt und den Trondheimsfjord ist fantastisch von der Ruine von König Sverres Burg. In der «Altstadt» aus der Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert findet man u.a. einen Kolonialwarenladen, eine Zahnarztpraxis, eine Post und ein Skimuseum. Der ländliche Teil zeigt die Vielfalt der Bau- und Lebenstraditionen in den verschiedenen Teilen Trøndelags im 18. und 19. Jahrhundert. Weiter fuhr die Truppe zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt, von dort aus hatte man einen wunderbaren Blick über das Zentrum von Trondheim. Nachdem die Aussicht in vollen Zügen genossen wurde, reisten die HT1 Kreuzfahrer zur gotischen Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert, die zu den größten und schönsten Skandinaviens zählt. Der Nidarosdom in Trondheim (alter Name der Stadt: Nidaros) gehört zu den bedeutendsten Kirchen in Norwegen, er gilt als Nationalheiligtum. Er war die Kathedrale der norwegischen Erzdiözese, die 1152 gegründet wurde. Weil hier der Schrein von Olaf dem Heiligen hinter dem Hochaltar stand, trug der Dom auch den Beinamen „Herz Norwegens“. Nach der Reformation wurde er zur Kathedrale der evangelisch-lutherischen Bischöfe von Trondheim. Im Mittelalter und von 1818 bis 1906 war der Nidarosdom die Krönungsstätte der norwegischen Könige. Hier wurden sieben Könige gekrönt und zehn begraben. Krönungen finden hier nicht mehr statt. Zurück an Board der Costa Pacifica wurden die letzten Sonnenstrahlen genossen. Die Navigation wurde entlang der norwegischen Küste mit süd-westlichem Kurs fortgesetzt in Richtung nächsten Halt Andalsnes. Was dort die wackeren HT1 Kreuzfahrer erwartet, dass sehen Sie im nächsten Beitrag.

Trollstigheimen
Am neunten Tag der HT1 Seherreise geht es weiter nach Andalsnes mit seinen 2.231 Einwohner und liegt am Isfjord, einem Arm des Romsdalsfjord, im nördlichen Vestlandet in Norwegen. Åndalsnes ist darüber hinaus beliebt als Ausgangspunkt für die Fahrt über den Trollstigen, die sich auf 18 Kilometer Länge mit einer Steigung von 12 % in eindrucksvollen Serpentinen auf die Passhöhe hinaufschraubt, von wo aus man einen herrlichen Ausblick hat, bevor man weiterfährt in Richtung Geiranger. Am Abend an Board hieß es Showtime – Ein Traum in der Welt von Costa! Die Kreuzfahrtdirektorin Petra präsentierte „I have a dream“ Eine Show mit Besatzung der Costa Pacifica, um den Gästen an Board, mit einem aufrichtigen Lächeln, Danke zu sagen. Ein Geschenk von Herzen von Costa Kreuzfahrten und seiner Besatzung.

Panoramatour durch Bergen und Seilbahn
Weiter geht es in Richtung zweitgrößter Stadt Norwegens. Bergen wurde 1070 gegründet von König Olav und wuchs schnell zu einem bedeutenden Handelszentrum heran. Sie war vom 12. Bis zum 13. Jahrhundert die norwegische Hauptstadt. Ausserdem ist Bergen eine internationale Stadt mit langer Geschichte und alten Traditionen. Trotz aller Moderne hat sich Bergen den Charme und die Atmosphäre einer Kleinstadt bewahrt. Bergen bietet eine ideale Kombination aus Natur, Kultur und anregendem Stadtleben. Nach einer kurzen Fahrt mit der Standseilbahn Fløibanen vom Zentrum Bergens auf den Gipfel des Berges Fløien können Sie eine einzigartige Aussicht über Stadt, umliegende Berge, die Fjorde und das offene Meer genießen. An klaren Tagen kann man sogar die Nordsee mit einigen näher gelegenen Inseln sehen. Bevor es weiter ging nach Bryggen, machte die Ht1 Truppe einen Stopp bei der Fantoft Stabkirche, die unweit von Troldhaugen steht. Die alte Stabkirche wurde ursprünglich 1150 in Fortun in Sogn erbaut und 1883 nach Fantoft versetzt, brannte aber 1992 nieder. Nach einer umfassenden Renovierung zeigt sie sich heute wieder wie vor dem Brand. Im Mittelalter gab es noch mindestens 800 dieser typischen Holzkirchen in Norwegen, heute sind es nur noch ungefähr 30. Nun geht es aber weiter nach Bryggen. Die ersten Gebäude in Bergen wurden entlang der alten Kaimauern, Bryggen, errichtet. Bryggen war über Jahrhunderte lebendiges Herz der Stadt. Die historischen Gebäude aus der Hansezeit gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und gehören ohne Frage zu Norwegens bekanntesten mittelalterlichen Bauwerken.
Über 400 Jahre bestimmten die Kaufleute der Hanse das Bild Bryggens, das in regelmäßigen Abständen von Bränden heimgesucht wurde. Ein Spaziergang durch die engen Gassen und dunklen Gänge ist wie eine kleine Zeitreise. Ein Besuch am Marktplatz von Bergen darf natürlich beim letzten Ausflug nicht fehlen. Fisch, Meeresfrüchte, Blumen, Früchte, Gemüse und Souveniers werden dort verkauft. Und mit diesen Eindrücken ging auch der Besuch in Bergen wieder zu Ende und die Reise führte wieder zum Hafen wo die Costa Pacifica bereits auf die Gäste wartete. Nach so viel Kultur, Geografie sowie Wissensweiterbildung – und das im Urlaub – konnte die HT1-Reisewelt-Truppe noch zwei entspannte Tage auf hoher See genießen. Ob Theater Kino, Sport, Einkaufen oder einfach nur Ruhe, die Costa Paciifica hatte viel zu bieten.

Datum:

2012-07-30 00:00:00
2012-08-10 23:59:59

Kategorien:

Kreuzfahrt | Verein